Nach langer Zeit mal wieder ein Eintrag. Der Frühling kommt und die Temperaturen steigen (zumindest hier im Westen) und tatsächlich, der Verbrauch geht wieder zurück. Nachdem ich zu Spitzenzeiten weit über 7 Liter verbraucht habe sind wir nun wieder bei etwa 6 Liter, Tendenz fallend. Nun, den exorbitant hohen Verbrauch hatte ich teilweise selber zu verantworten. Wenn man (verbotenerweise) bei laufendem Motor morgens die Scheiben enteist, muss man sich nicht wundern.

Aber all das ist nun nicht mehr nötig und ich freue mich darauf, wenn ich bei Sonnenschein mit meinem schicken Auris Hybrid Spazierfahrten unternehmen kann.

Die Medien melden es, auf Facebook ist es ein Thema, also hier auch: die Jahresproduktion 2010 für den Auris Hybrid war bereits am 16.11.2010 ausverkauft. Europaweit seien 14.000 Einheiten verkauft worden und damit ist der Auris Hybrid für Toyota (und für die Umwelt) ein großer Erfolg.

Was ich schon vermutet habe, bewahrheitet sich nun. Die europäischen Hersteller nehmen das Thema nicht wirklich ernst und versuchen dem Autokunden weis zu machen, die Technik sei noch nicht ausgereift bzw. dass man an wesentlich besserer Technik arbeite und diese bald zur Verfügung gestellt werden kann. Und tatsächlich gibt es ja auch erste Ankündigungen für 2011 und 2012, jedoch scheinen mir diese Lösungen entweder nur halbherzig umgesetzt oder sie sind nicht praxistauglich (z. B. 80 km Reichweite um dann für 5 Stunden an die Steckdose zu müssen). Auch sind Preise bisher unbekannt oder exorbitant hoch.

Ich kenne diese Versprechungen bereits aus den 70ern, als wegen der Ölkrise die Spritpreise steil nach oben gingen und man sogar zeitweise sonntags kein Auto fahren durfte. Bereits zu dieser Zeit lagen angeblich viele Konzepte produktionsreif in der Schublade.

Tatsächlich scheint der Kunde aber einen anderen Weg gehen zu wollen, zumindest viele davon. Sie wollen nicht warten bis irgendwann einmal etwas einigermaßen Umweltfreundliches zur Verfügung steht, sie möchten schon heute vernünftige Technik nutzen. Und so scheint die europäische Autoindustrie wieder einmal den Anschluß verpasst zu haben. Dabei gab und gibt es gute Ansätze. Mercedes scheint mit Toyota zu kooperieren und möchte die Hybrid-Technik der Japaner. Toyota stellt die Technik in Lizenz bereits einigen Autobauern zur Verfügung, zum Beispiel Ford, welche aber Hybrid-Fahrzeuge nur für den amerikanischen Markt produzieren.

Auch VW stand bereits in Verhandlungen mit Toyota, so heißt es. Hier wollte VW wohl aber lediglich den Antrieb ohne Getriebe übernehmen, was Toyota mit der Begründung ablehnte, dass Antrieb und Getriebe eine Einheit seien und ein ordnungsgemäßes Funktionieren mit einem anderen Getriebe nicht gewährleistet sei.

Wie auch immer, 14.000 Einheiten Toyota Auris Hybrid seit Sommer (der Start war in England im Juli). Das bedeutet 14.000 Einheiten unverkaufte europäische Marken. Ich glaube kaum, dass sich das irgendein Hersteller leisten kann und denke, dass die großen Autobauer schon sehr bald mit ähnlichen Lösungen zu vernünftigen Preisen aufwarten werden.

Den bisher 14.000 Auris Hybrid Fahrern und all den Prius-Fahrern kann es egal sein, wir fahren bereits (verhältnismäßig) sauber.

OK, es ist klagen auf hohem Niveau, aber ich kann mich auf den Kopf stellen, ich bekomme den Verbrauch nicht herunter. Im Gegenteil, er steigt; 5,7 Liter sagt aktuell der Bordcomputer, 5,2 war es am Anfang. Woran liegt es? Den Winterreifen? Die morgendliche Kälte? Das eingefüllte 5W30er Öl? Wahrscheinlich alles ein wenig. Morgens ist es tatsächlich schon recht frisch, der Auris versucht verhältnismäßig früh den Innenraum aufzuwärmen. Das versuche ich in den Griff zu bekommen indem ich die komplette Belüftung abschalte. So lange die Scheiben nicht beschlagen, geht das in Ordnung. Irgendwann später schalte ich alles wieder ein und bekomme direkt angenehme Luft in den Innenraum.

Über Winterreifen brauchen wir nicht sprechen und das mit dem Öl wird durchaus kontrovers diskutiert. Tatsache ist, Toyota empfiehlt 0W20 Öl für den Prius 3 und dem Auris Hybrid. Ebenfalls Tatsache ist, die Händler bekommen keines bzw. nicht als Fassware sondern müssen es teuer einkaufen. Also wird bei einem Ölwechsel das etwas “zähere” 5W30 eingefüllt. Es schadet den Motor nicht, aber es ist für die Hybriden eben nicht das Optimale. Ich bin mit meinem Werkstattmeister Herrn Oellers so verblieben, dass ich zur 15.oooer mein eigenes Öl mitbringe. Das 0W20 ist wirklich sauteuer, aber wenn es nutzt. Das Argument von Herrn Oellers, dass der Mehrpreis des 0W20 gegenüber dem 5W30 kaum mit der Spritersparnis wieder einzuholen ist, ist aber auch nicht von der Hand zu weisen.

Na ja, bis zur 15.000 sind es ja noch 12.000 km. Also noch Zeit genug den Gedanken zu Ende zu bringen.

12.10.2010

Winterreifen

Nun sind sie drauf, die Winterstiefel. Knappe 560 Euro für 16″ Stahlfelgen und Reifen zuzüglich, und da war ich baff, Gebühren für die Eintragung der 16″ Felgen. Der Auris HSD Executive ist nur mit 17″ Felgen zugelassen.

Anfang des Monats hat Toyota eine Genehmigung zur Nutzung der 16″ Stahlfelgen des normalen Auris bereitgestellt. Diese muss eingetragen werden. Die Gebühren hierfür wurden mir vom “Freundlichen” natürlich weiterbelastet. Diese Lösung ist nicht ganz so kundenfreundlich von Toyota gelöst. Nun, immer noch billiger, als 17″ Alufelgen mit entsprechender Winterreifen.

30.09.2010

Der Verbrauch

Ich muss feststellen, dass es aus einem Grund strategisch unklug von Toyota war, den Auris HSD erst im Herbst auf den Markt zu  bringen. Es wird langsam kälter und man liest vom Prius, dass der Verbrauch im Winter deutlich steigt. Das scheint auch beim Auris der Fall zu sein. Hatte ich bei der ersten Tankfüllung noch knapp 5,6 Liter Verbrauch sind es jetzt schon 5,8 Liter und auch der Bordcomputer sagt einen höheren Verbrauch voraus.

Schade, jetzt müssen wir bis zum Frühjahr warten um den Verbrauch unter 5 Liter zu drücken oder permanent im Eco-Modus fahren (was, wie die Besitzer des Auris HSD allgemein festgestellt haben, langweilig ist) :)

Im ernst, unter 6 Liter im Stadtzyklus für einen Benziner der Kompakt-Klasse mit 136 PS macht schon ein wenig stolz. Mein AYGO war nicht unter 6 Liter zu bekommen, zumindest nicht bei meiner Fahrweise (ist nicht allzu sportlich, aber auch nicht dösig).

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